Etwa gegen Ende April fangen sie wieder an zu summen: die Wespen. Oft ist mit den Gesellen recht friedlich auszukommen, denn die Wespen wehren sich nur, wenn sie sich bedroht fühlen. In manchen Fällen wählen die Wespen allerdings unglückliche Standorte für den Bau ihrer Nester, wie neben der Terrasse oder am Schlafzimmerfenster.
Werden die Nützlinge nicht lästig, sollte man sie dort lassen, wo sie sind - immerhin kann ein Wespenstaat bis zu zwei Kilogramm Insekten am Tag vertilgen. Wespennester selbst zu entfernen ist nicht nur eine risikoreiche Angelegenheit, zudem sind verschiedene Arten geschützt und welcher Laie vermag die Summer schon zu unterscheiden.
Nicht geschützte Wespenarten unterliegen dem allgemeinen Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes, nach dem wildlebende Tiere nicht grundlos verletzt oder getötet werden dürfen. Auch eine bloße Beunruhigung oder das Fangen der Tiere ohne vernünftigen Grund ist verboten.
Doch was kann man tun, um die Plagegeister dennoch los zu werden? Imker, Schädlingsbekämpfer oder die Feuerwehr helfen, bei der Umsiedlung der kleinen Hautflügler. Oft sind die Nester so perfekt an ihr Fundament angepasst, dass es nicht ganz einfach ist, alle Reste komplett zu beseitigen. Bleibt jedoch ein Stück des Nestbaus bestehen, kann es sein, dass das Nest bereits kurze Zeit später wieder bewohnt ist.
(TB)